Magazin für
Gegenwartskunst
Siegen

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Museum Sigmar Polke, Ohne Titel (à deux III), 1975
Sammlung Lambrecht-Schadeberg / Rubenspreis der Stadt Siegen - © The Estate of Sigmar Polke, Cologne/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018
Museum361°

Sigmar Polke und die 1970er Jahre – Kunst im Kollektiv

Die Siebziger Jahre – Zeit des Aufstands, der Wandlung, der Befreiung. Gerade in der Kunstwelt zeigt sich der Geist der Ära. Gesellschaftliche Strukturen, Einstellungen und Lebensweisen spiegeln sich in den Werken der damaligen Zeit wieder – so auch wunderbar zu beobachten im Schaffen des Künstlers Sigmar Polke (1941-2010). Im Museum für Gegenwartskunst Siegen ist jetzt die große Ausstellung „Sigmar Polke und die 1970er Jahre“ zu sehen. Die Schau trägt den Untertitel „Netzwerke, Experimente, Identitäten“. Sie zeigt das Künstlernetzwerk und die vielfältige Kunstproduktion rund um den Rubenspreisträger. Über 350 Fotografien, Gemälde, Filme und Dokumente erzählen vom Ineinandergreifen von Leben und Werk von Polke & Co in diesem Zeitraum. Von Polkes Wohnorten über seine Arbeitsweisen bis hin zu seinen politischen Ansichten bieten sich dem Besucher tiefe Einblicke.

KünstlerIm Fokus: Sigmar Polke
Ausstellungsansicht Museum für Gegenwartkunst Siegen
Sammlung Lambrecht-Schadeberg - (c) The Estate of Sigmar Polke/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Sigmar Polke in 5 Werken

Leitthemen und bedeutsame malerische Strategien des 11. Rubenspreisträgers der Stadt Siegen spiegeln sich in den Werken der Sammlung Lambrecht-Schadeberg. Wir stellen exemplarisch fünf ausgewählte Arbeiten Sigmar Polkes vor.ad

KünstlerAchim Duchow (1948 – 1993), Ohne Titel, 1975-76 (66 Polaroids) - (c) Estate Achim Duchow/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018. Foto: Carsten Schmale

Polke & Co auf dem Gaspelshof

Die 1970er Jahre erwiesen sich als Einschnitt in Sigmar Polkes Leben. Ab 1972 mietete Polke zusammen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Mariette Althaus einen Bauernhof in Willich nahe Düsseldorf – den Gaspelshof. as

KünstlerBob Carletti, Ohne Titel, um 1974/75 - (c) Bob Carletti

5 Fragen an Katharina Steffen

Die Schweizer Kunst- und Kulturanthropologin Katharina Steffen war von 1974 bis 1978 die Lebensgefährtin von Sigmar Polke. Steffen war in dieser Zeit aktiv in die Kulturszene Berns und ganz besonders Zürichs eingebunden. Wie sich das gemeinsame Leben und Arbeiten in den 1970er Jahren gestaltete verrät sie im Interview.ks und ssk

KünstlerSigmar Polke, Ohne Titel (à deux III), 1975
Sammlung Lambrecht-Schadeberg / Rubenspreis der Stadt Siegen - © The Estate of Sigmar Polke, Cologne/ VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kuratoreninterview "Sigmar Polke und die 1970er Jahre"

Sigmar Polke galt unter den zeitgenössischen Malern als höhst kreativ und umtriebig. Unentwegt malte, zeichnete, collagierte, druckte, kritzelte, kopierte, filmte oder knipste er. Eine Pentax-Fotokamera und eine 16mm Beaulieux-Filmkamera waren Polkes ständige Begleiter. Ein Einblick in sein umtriebiges Leben und Schaffen liefert die in Kürze eröffnende Ausstellung "Sigmar Polke und die 1970er Jahre". Worum es in der Schau geht sagt uns Co-Kuratorin Friederike Korfmacher. Das Interview führte Stefanie Scheit-Koppitz. fk und ssk

361° MuseumPaul Virilio, Bunkerarchäologie, (Atlantikwall, Frankreich), 1958-65 - (c) Paul Virilio

Einblicke # 3: Paul Virilio: Bunker-Archäologie

Der französische Philosoph Paul Virilio wuchs in der Bretagne auf. Am Ende des 2.Weltkrieges 1945 war er dreizehn Jahre alt und hatte noch nie das Meer, an dem er lebte, gesehen. Es war von den deutschen Besatzern für die Bevölkerung unzugänglich gemacht. Der Atlantik Wall riegelte seit 1942 die bretonische Küste vom Hinterland ab und versperrte den Zugang für die Bewohner auf einer Länge von 2685 km.ks

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