361° Museum

Abschied von Museumsdirektorin Eva Schmidt

„Der Traum der Bibliothek“ heißt die letzte Ausstellung, die Dr. Eva Schmidt als Direktorin des Museums für Gegenwartskunst Siegen verantwortet. Am 31. März, im Rahmen der Ausstellungseröffnung, verabschiedet sich Schmidt, die fünfzehn Jahre lang das Haus am Unteren Schloss leitete, von ihrem Publikum.

Über sechzig Ausstellungsprojekte hat die Museumschefin während ihrer Amtszeit verwirklicht, darunter so wichtige Themenausstellungen wie „Faites vos jeux!“ (2006), „Tanzen Sehen“ (2007) „Blickmaschinen“ (2008/09), „Je mehr ich zeichne“ (2010), „Lieber Aby Warburg, was tun mit Bildern?“ (2012), „At Work“ (2013) und „Landschaft, die sich erinnert“ (2018). Daneben zeigte sie Einzelausstellungen einflussreicher Konzept- und Fluxuskünstler, beispielsweise von Stephen Willats, Robert Smithson, Victor Burgin, Rémy Zaugg oder Takako Saito. Nicht zu vergessen sind die großen Präsentationen anlässlich der Verleihung des Rubenspreises an Sigmar Polke (2007), Bridget Riley (2012) und Niele Toroni (2017). Sie habe alle Ideen verwirklichen können, die ihr vorschwebten, resümiert die Museumschefin mit Stolz und Gelassenheit. Jetzt sei die Zeit gekommen, den Stab weiterzureichen. Der Nachfolger steht bereits fest. Er heißt Thomas Thiel und wird ab April die Museumsleitung übernehmen.

Eva Schmidt hat das Museum für Gegenwartskunst Siegen entscheidend geprägt. Unter ihrer Führung entwickelte sich das Haus zu einem Ort der Kunst, der in die Stadtgesellschaft hinein wirkt. Gleichzeitig ist das Museum bundesweit wegen seiner renommierten Ausstellungen und nicht zuletzt wegen der bedeutenden Sammlung der Rubenspreisträger von Museumsmäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg hoch geschätzt.

(c) MGK Siegen

Schmidt bleibt als freie Kuratorin tätig. Ihren Wohnsitz wird sie behalten und weiterhin von Siegen aus Projekte leiten.