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Kunstwerk des Monats

August 2015

Ingibjörg Jónsdóttir, Parallele Universen, 2008

Vier Einblicke zum Weitersagen

Vorhang auf und hinein in die grünlich leuchtende Welt der isländischen Künstlerin und Kuratorin Ingibjörg Jónsdóttir (geb. 1959).       

1. Tatsächlich muss man bei der Installation „Parallele Universen“ in der Ausstellung „Wie Raum wird“ erstmal die Vorhänge hinter sich zu ziehen, um das Werk in all seinen Facetten bewundern zu können. Über 19.000 Metallspulen hat die Künstlerin mit unterschiedlich farbigen fluoreszierenden Kunststoff- oder Metallfäden bespannt und sie zu Dreiecken zusammengefügt. Säulenartig wuchern die Dreiecke in verschiedenen Größen in den Raum.

2. Schwarzlicht, Tageslicht absolute Dunkelheit: Alle 50 Sekunden ändern sich die Lichtverhältnisse im Raum. Einige Fäden absorbieren Licht, andere wiederum reflektieren es direkt und so entsteht das Kunstwerk mit jeder Lichtphase neu. Vorher unsichtbare Elemente der Rauminstallation werden außerdem durch den Gebrauch einer 3-D-Brille mit Lampe zum Vorschein gebracht.

3. Die Konstruktionen erscheinen gleichsam kristallin als auch amorph. Das heißt ihre Körperstruktur ähnelt zugleich geordneten wie auch amorphen Körpern. Teile der Installation wecken Erinnerungen an die mit dem berühmten Hubble – Weltraumteleskop geschossenen  Bilder der Adlernebel.

4. Inspiriert von naturwissenschaftlichen Theorien wie der String-Theorie ist die Künstlerin Ingibjörg Jónsdóttir auf der Suche nach universellen Formen und Strukturen. Sie sagt: Kunst nutze Ideen und Ansätze aus der Wissenschaft und versuche Parallelen zwischen natürlichen und technischen Mustern zu schaffen, sei es aus der Biologie, der Chemie oder wie in ihrem Werk „Parallele Universen“ aus der Physik.

Franziska Wekenborg

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