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At Work

Atelier und Produktion als Thema der Kunst heute

17.11.2013 − 09.03.2014

Die als Essay konzipierte Ausstellung handelt davon, wie das Nachdenken über das Kunstmachen und über die Orte der Kunst in Kunstwerken selbst reflektiert werden.

Bruno Jakob, Somewhere Now2, 2013 Bruno Jakob, Somewhere Now, 2013 (Performance am Eröffnungstag) Diashow starten

In der Geschichte der Kunst war das Atelier der traditionelle Ort, an dem Kunstwerke hergestellt wurden. Anschließend wurden sie als transportable Objekte in die Welt entlassen, in die Galerien, Museen und Privatsammlungen. Diese ‚Ordnung’ der Orte und ihrer Funktionen entsprach gleichzeitig eine Einheit von Autor und Kunstwerk, eine stilistische und gattungsspezifische Identität.

Die fixen Ordnungen und Zuordnungen gibt es in der heutigen Kunstproduktion nicht mehr. Die konzeptuelle Kunst kennt keinen einheitlichen Stil; handwerkliche Produktion wird delegiert, stattdessen erzeugen spielerische und assoziative Strategien vielfältige Verweisungsgefüge. Die Funktion des Ateliers wird in diesem Zusammenhang relativiert.

Interessanterweise gerät in der aktuellen ‚Krise’ des Ateliers das kunsthistorische Genre des Atelierbildes in das Blickfeld der Künstler. Es wird wieder zum sinnbildlichen „Motiv“, oft mit melancholischem oder ironischem Unterton. Gleichzeitig wird die Produktion von Kunst an anderen Orten reflektiert. Die als Essay konzipierte Ausstellung handelt davon, wie das Nachdenken über das Kunstmachen und über die Orte der Kunst in Kunstwerken selbst reflektiert werden. 20 internationale Künstler und Künstlerinnen zeigen Arbeiten bzw. Arbeitszusammenhänge aus den letzten 15 Jahren sowie für den Anlass der Ausstellung neu entstandene Arbeiten, die Fragen zu Autorenschaft, Ideenfindung, Stil, Partizipation, Beziehung von Atelier und öffentlichen Ausstellungsorten umkreisen.

Es sind die ‚Schatten’ der Kunst – in Anlehnung an eine Formulierung von Roland Barthes -, die Eingang finden in das Kunstwerk selbst.

 

Der Film zur Ausstellung

 

Künstlerinnen und Künstler

Pawel Althamer (PL), Tacita Dean (GB), Katharina Grosse (DE), Bruno Jakob (CH). Christian Jankowski (DE), Yuri Leiderman (UA), Rita McBride (US), Mai-Thu Perret (CH), Hermann Pitz (DE), Sarah Rossiter (US), Giorgio Sadotti (GB), Karin Sander (DE), Adrian Schiess (CH), Paul Sietsema (US), Deb Sokolow (US), Kathrin Sonntag (CH), Annika Ström (SE), Elizabeth Wright (GB), Andrea Zittel (US), Artur Zmijewski (PL)

Kuratoren: Eva Schmidt und Roman Kurzmeyer

Es erscheint ein Katalog zur Ausstellung.

Eröffnung: Sonntag, 17. November, mit Einführungen von Roman Kurzmeyer und Eva Schmidt sowie einer Performance von Bruno Jakob.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von:
Land Nordrhein-Westfalen, Kunststiftung NRW, Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West, Pro Helvetia – Schweizerische Kulturstiftung; die Vermittlung wird gefördert vom Freundeskreis des Museums für Gegenwartskunst und der Sparkasse Siegen, das Projekt "Kunstboten" (Schüler führen) wird gefördert von ZONTA; Kulturpartner ist der WDR.


Öffnungszeiten

Täglich
Donnerstag
Montag
Feiertage
Neujahr

 

11–18 Uhr
11–20 Uhr
geschlossen
11–18 Uhr
14 – 18 Uhr


Preise

Erwachsene
Ermäßigt

5.90 €
4.60 €

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Kontakt

Museum für Gegenwartskunst Siegen
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57072 Siegen
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