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Faites vos jeux !

Kunst und Spiel seit Dada

12.02. − 14.05.2006

Die Ausstellung „Faites vos jeux!“ stellte Künstler vor, die Spielstrukturen in ihre Arbeit einbauen. Spiel bedeutet: Regelsysteme aufstellen, Regelbezug und Regelverletzung, Handlungsstrategien erproben oder variable Handlungsspielräume bereitstellen, das Geheimnis der Dinge um uns entdecken, sich eine Parallelwelt erschaffen, in fremde Rollen schlüpfen, in Versuchsanordnungen das Wechselspiel von Zufall und Notwendigkeit erkunden, ein Möglichkeitsfeld eröffnen…
„Spiel“ wird von den KünstlerInnen als Strategie aufgefasst.

Alighiero Boetti, Aerei
Alighiero Boetti, "Aerei", 1992
© VG Bild-Kunst, Bonn

Das Thema „Spiel“ hatte 2006 im Kunstbetrieb Hochkonjunktur. Vielerorts untersuchten Ausstellungen verbindende Prinzipien von Kunst und Spiel. Der Versuch, das Phänomen „Spiel“ in einen größeren kunsthistorischen Zusammenhang zu stellen, wurde bisher jedoch noch nicht geleistet. Die Ausstellung „Faites vos jeux!“ verfolgte die Annahme, dass das spielerische Denken und die experimentelle Haltung wesentliche Aspekte der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts darstellen. Sie lieferte damit einen grundlegenden Beitrag zu einem neuen Blick auf die Kunst dieser Epoche. Notwendigerweise ist der Ansatz dabei interdisziplinär, neben der bildenden Kunst wurden Musik und Film berücksichtigt.

„Faites vos jeux!“ zeigte auf rund 1400qm Ausstellungsfläche ca. 100 Arbeiten von:

Hans Arp, Gustavo Artigas, Hugo Ball, Hans Bellmer, Alighiero Boetti, Christian Boltanski, Monika Brandmeier, George Brecht, Marcel Broodthaers, John Cage, Alexander Calder, Lygia Clark, Stefan Demary, Marcel Duchamp, Öyvind Fahlström, Robert Filliou, Fischli & Weiss, Raoul Hausmann, Hannah Höch, Carsten Höller, Laurel & Hardy, Zbigniew Libera, Axel Lieber, George Maciunas, René Magritte, Paul McCarthy, Meret Oppenheim, Tony Oursler, Takako Saito, Arnold Schönberg, Kurt Schwitters, Cindy Sherman, Roman Signer, Roland Stratmann, Jean Tinguely, Stephen Wilks, Tomma Wember.

Gemeinschaftswerke von:
Max Ernst, Max Morise, André Masson;
Oskar Dominguez, Georges und Germaine Hugnet, Yves und Jeanette Tanguy;
Meret Oppenheim, Roberto Lupo, Anna Boetti;
Remedios, Adolphe Acker, Georges Mouton, Georges Péret.

Ausgestellt wurden Fotografien, Grafiken, Objekte, Skulpturen und Installationen, Videos und Filme. Die insgesamt über 100 Arbeiten stammen aus privaten und öffentlichen Sammlungen sowie von den Künstlern selbst.

Die Präsentation wurde als Wanderausstellung von Dr. Nike Bätzner, Kunstwissenschaftlerin, Berlin, konzipiert und war an jedem Ausstellungsort in variierter Form zu sehen: 2005 im Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz und der Akademie der Künste, Berlin, 2006 im Museum für Gegenwartskunst Siegen und anschließend im Cobra-Museum, Amsterdam.


Öffnungszeiten

Täglich
Donnerstag
Montag
Feiertage
Neujahr

 

11–18 Uhr
11–20 Uhr
geschlossen
11–18 Uhr
14 – 18 Uhr


Preise

Erwachsene
Ermäßigt

5.90 €
4.60 €

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Kontakt

Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1
57072 Siegen
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